Lehre | Workshops

Hier informiere ich über meine Lehrveranstaltungen und Workshops für Studierende

Wintersemester 2017/18

Seminar "Social Reading? Medien-Praktiken des Lesens im digitalen Zeitalter", Institut für Medienwissenschaft, Ruhr-Universität Bochum

 

In wissenschaftlichen wie in nichtwissenschaftlichen Kontexten herrscht unlängst eine intensive Diskussion darüber, ob und inwiefern digitale Medien die Kulturtechnik Lesen verändern. Es etablieren sich 'neue' Lesemedien (z.B. E-Books, Lese-Apps für Smartphone und Tablet etc.), deren Eigenschaften sich von denen 'analoger' grundlegend unterscheiden. Mit der Digitalisierung verändern sich aber nicht nur die Medien des Lesens, sondern auch die damit verbundenen Lese-, Rezeptions- und Partizipationspraktiken. So bemerkt etwa Bob Stein, Gründer und Co-Direktor des Institute for the Future of the Book: "We all grell up with the sense that reading and writing are solitary behaviors (...). The shift to networked digital cultures enables a move toward increased collaboration." Im Kontext von so bezeichneten Social-Reading-Plattformen, Lesecommunities wie u.a. BookTube oder via Enhanced E-Book nutzen LeserInnen die Möglichkeit, sich über gelesene Texte auszutauschen, diese zu kommentieren und mit eigenen Ideen anzureichern. Vor diesem Hintergrund ist es das Ziel des Seminars, das Lesen auf seine Veränderungen und Erweiterungen im Kontext digitaler Medien hin zu befragen, wobei insbesondere der soziale bzw. kollaborative Aspekt ('Social Reading') Berücksichtigung finden soll. Wir werden zum einen für die Thematik grundlegende Begriffe und Theorien erarbeiten (insbes. Lese-, Medien- und Kulturtechnikbegriff). Zum anderen werden wir den Gegenstand selbst praktisch erproben: Wir lesen einen gemeinsam ausgewählten Text (z.B. einen Roman) und teilen diesen in unterschiedlichen medialen Formen.

Wintersemester 2016/17

Vortrag & Workshop „Methoden und Gegenstände der Literaturethnographie“ im Rahmen des Seminars „Ethnographische Methoden in Literaturwissenschaft und Literaturdidaktik“ (Dr. des. Johannes Paßmann),

3. Dezember 2016, Germanistisches Seminar, Universität Siegen

Wintersemester 2015/16

Seminar "Leser und Lesen in Literaturwissenschaft und Praxis", Germanistisches Seminar, Universität Siegen

 

„Literatur ohne Leser oder Zuhörer existiert nicht“, so der Autor Rafik Schami in einem Erzählband von 2011. Auch in der Literatur­wissen­schaft ist die Ansicht, literarische Texte vom Leser/Rezipienten her zu denken, nicht neu – obgleich autor- und textorientierte An­sätze traditionellerweise meist mehr Beachtung finden. Vor diesem Hintergrund möchte das Seminar einen Überblick über die literatur­wissenschaftliche Lese- und Leserforschung geben sowie die verschiedenen Ansätze auf ihre ‚Praxistauglichkeit’ hin prüfen. Beginnen werden wir mit der Klärung grundlegender Begriffe (Leser, Rezeption, Wirkung, etc.), anschließend werden verschiedene theoretische und praxeologische Ansätze der Erforschung von Lesern und Lesen behandelt (Rezeptionsästhetik, Historische Rezeptionsanalyse bzw. Leser- und Lese­geschichte, Empirische Literaturwissenschaft, Reader-response criticism, ethnogra­phisch­-praxeologische Ansätze). Die letzten Sitzungen sind dafür vorbehalten, die zuvor an­ge­eig­­neten Theorien und Konzepte zu vertiefen und anhand verschiedener Praxisfelder zu diskutieren. Die Stu­dierenden kön­nen hierzu gerne eigene Vorschläge machen.

Wintersemester 2014/15

Seminar "Theorie und Praxis der Literaturausstellung (mit Exkursion)", Germanistik/Vergleichende Literaturwissenschaft, Justus-Liebig-Universität Gießen

 

Das Seminar befasst sich mit Formen und Praktiken der Literaturausstellung: vom klassischen 'Dichterhaus' über experimentelle museale Formen bis hin zu performativen und interaktiven Praktiken wie dem Literaturtourismus. Im Zentrum steht dabei die Frage, ob bzw. in welcher Form literarische Texte an bestimmten Orten ausstellbar sind und welche Art des Zugangs zur Literatur bestimmte Ästhetiken und Typen der Literaturausstellung für das Publikum generieren. Anhand von ausgewählten Texten, Ausstellungskonzepten und -formen werden sowohl historische, theoretische als auch praktische Aspekte des Themas diskutiert: z.B. Geschichte von Literaturausstellungen, Aura und Authentizität, Aisthesis/Sinnlichkeit, Inszenierungsstrategien zwischen textueller und visuell-szenographischer Vermittlung, Wissen­schaftlichkeit und Popularisierung.

(gem. mit Pablo Abend) Workshop "Mobilitätspraktiken des Gehens und Browsens: Literaturtourismus und Navigieren auf der digitalen Erde" im Rahmen des Projektseminars "Gehen, Fahren, Fliegen. Medien der Mobilität und Raumaneignung" (Prof. Dr. Gabriele Schabacher), 06. Februar 2015, Medienwissenschaft, Bauhaus-Universität Weimar

 

Dass die Gegenwartskultur zunehmend mobiler werde, gehört zu den zentralen Topoi aktueller Diskussionen. Transportabilität und location awareness mobiler Medien, eine stetig wachsende Tourismusbranche, aber auch ein neuer 'Nomadismus' in der Arbeitswelt und politisch bedingte Migration gehören zu den häufig diagnostizierten Symptomen dieser Situation. Ausgehend vom Zusammenhang von Mobilität, Raumwahrnehmung und Medien möchte der Workshop zwei Mobilitätspraktiken in den Vordergrund rücken: das Gehen im Kontext touristischer Raumaneignung und das Browsen als Navigations-Verfahren im Rahmen vernetzter digitaler Plattformen. Auf diese Weise sollen Differenzen und Ähnlichkeiten zwischen analogen und digitalen Mobilitätspraktiken diskutiert und das jeweils mit ihnen einhergehende Verständnis von Räumlichkeit diskutiert werden.

Wintersemester 2009/10

Tutorium zum Seminar "Einführung in die Literaturwissenschaften", Techniken des literaturwissenschaftlichen Arbeitens, Germanistisches Seminar, Universität Siegen